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Internationale Projekte

Die Leine-Schule hat sich über mehrere Jahre hinweg erfolgreich am europäischen Erasmus+ Programm beteiligt. Lehrkräfte und Schüler/innen aus Partnerschulen in Finnland, Italien, Portugal haben mit der Leine-Schule an gemeinsamen Projekten gearbeitet.

Folgende Berichte verschaffen einen Überblick über diese Arbeit:

„app2d@te“: Unser neues Erasmus+ Projekt

Ziel dieses Projekts ist es, die sogenannte „coding literacy“ der Leine-Schüler zu fördern:

In unserer digitalen Welt ist eine umfangreiche Medienerziehung dringend nötig. Unseren Schülern soll es möglich sein, Chancen der neuen Medien zu erkennen und sinnvoll für das eigenständige Lernen zu nutzen. Zudem sollen sie sich aber auch mit Risiken auskennen und sicher durch die moderne Welt navigieren können.

Während des Projekts werden Schüler lernen, was „Programmieren“, also „coding“, eigentlich bedeutet. Die Schüler, die am Nachmittagsworkshop teilnehmen, werden bezüglich der Netiquette zu Experten ausgebildet. Neben Verhaltensregeln in Onlinespielen, Foren und Chats geht es auch um Datensicherheit im Netz. Die ausgebildeten Schüler werden dann im Klassenunterricht Workshops durchführen.

Zunächst bereiten Lehrer aller am Projekt teilnehmenden Schulen in gemeinsamen internationalen Workshops das Programmieren im Unterricht vor. Im nächsten Schritt machen die Schüler erste Schritte im Programmieren.

Später werden Schüler eigene Apps programmieren, z.B. als Lern-Apps. Diese können dann in den iPad-Klassen ausprobiert werden. Auch die Zusammenarbeit mit Grundschulen ist geplant.

Neben der „coding literacy“ soll auch die generelle Berührungsangst vor dem Programmieren abgebaut werden. Die Schüler und Lehrer der Leine-Schule werden aktiv an Aktionen wie z.B. der „Hour of Code“ – Week teilnehmen.

„Hour of Code Week“ an der Leine-Schule!

Die „Hour of Code“ ist eine weltweite Bewegung, die Millionen von Schülerinnen und Schülern in über 180 Ländern erreicht. Dabei geht es darum, die Heranwachsenden auf spielerische Weise an das Programmieren zu führen und selbst Programmcodes erstellen zu lassen. Durch das Ausprobieren dieser Codes können die Schülerinnen und Schüler schnell und effektiv Fehler ermitteln und gegebenenfalls selbst korrigieren. In diesem Jahr ist die „Hour of Code“ an aktuellen und sehr beliebten Themen von Jungen und Mädchen gebunden, z. B. Star Wars, Frozen oder Minecraft. Dadurch ist diese Veranstaltung auf die Schüler abgestimmt und motivierend gestaltet. Tutorials in über 40 Sprachen unterstützen die Lernenden bei ihren ersten Programmierversuchen.

Im 21. Jahrhundert umgeben uns neue Informationstechnologien unentwegt und dies hat die Leine-Schule zum Anlass genommen, um eine „Hour of Code“ Woche im Rahmen des Erasmus+ Projektes „app2d@te“ stattfinden zu lassen. Die Schülerinnen und Schüler besuchen bei dieser Veranstaltung die PC-Räume und probieren sich am Programmieren aus. Zum Abschluss gibt es am Freitag ein Skype Meeting der Workshopteilnehmer/-innen verschiedener Länder. Über ein von Lehrkräften programmiertes Spiel werden Brieffreundschaften und Kontakte vermittelt. Abgerundet wird diese Veranstaltung durch Weihnachtsanimationen, die von den Workshopteilnehmer/-innen für ihre penpals mithilfe von Scratch erarbeitet und verschickt wird. Bei Scratch handelt es sich um eine Programmiersprache und eine Online-Gemeinschaft, bei der die Kinder und Jugendlichen Geschichten, Spiele und Animationen programmieren und mit diesen experimentieren können. Dabei werden die Heranwachsenden im Alter von 8-16 Jahren in ihrer Kreativität und in Teamwork gefördert.

 

Leine-Schüler grüßen aus Lumijoki, Finnland!

Im Rahmen ihres internationalen Erasmus+-Projekts „app2d@te“ besucht gerade eine Abordnung der Leine-Schule ihre finnische Projekt-Partnerschule, die „„Lumijoki koulu“ in Lumijoki, Nordfinnland.

Die Mitglieder der Reisegruppe sind von ihren finnischen Gastgebern herzlich aufgenommen worden und wohnen während des 7-tägigen Aufenthalts bei ihren finnischen Gastfamilien. Gemeinsam besuchen sie die finnische Schule und absolvieren, angeleitet durch die Lehrkräfte, ein anspruchsvolles Programm: Die Leine-Schüler lernen von ihren finnischen Gastgebern, wie man programmiert. In einem der Unterrichtsblöcke programmieren die Schüler z. B. in internationalen Teams Lego Mindstorms System Roboter so, dass diese die vorgegebenen Strecken abfahren – und das alles auch noch auf Englisch!

Nicht weniger erlebnisreich ist jedoch auch die Zeit nach Schulschluss: Winter mit ordentlich Schnee und eisiger Kälte nicht weit entfernt vom Polarkreis, Polarlichter, das finnische Alltagsleben kennenlernen und – für die besonders mutigen: Eis-Baden.

Begleitet werden die Leine-Schüler von drei Mitgliedern des Organisationsteams des internationalen Erasmus+ Projekts „app2d@te“: Silke Jensen, Hanns Angersbach und Sarah Dörger.

Wie berichtet ist es Ziel des Projekts „app2d@te“, die sogenannte „coding literacy“ der Leine-Schüler zu fördern. Daneben sollen die Schüler  auch die generelle Berührungsangst vor dem Programmieren abbauen und auf die digitale Berufswelt vorbereitet werden.

 

Bon Dia aus Ponta Delgada – Leine-Schüler besuchen die portugisische Partnerschule des Erasmus-Projekts auf den Azoren!

Am Sonnabend, den 29. Oktober reisten fünf Schüler der Leine-Schule (Tabea Albrecht, Franziska Bormann, Maike Riethmüller, Kevin Schröder und Laura Toepke) mit ihren Lehrkräften (Silke Jensen, Friederike Oppermann und Michael Neumann) auf die Azoreninsel São Miguel. Dort wurden die Schüler am Flughafen herzlich von ihren Gastfamilien in Empfang genommen.

Seit Montag arbeiteten sie zusammen mit ihren finnischen, italienischen und portugiesischen Mitschülern am Projekt “app2d@te”. Beim jetzigen Projekttreffen lernten Schüler und Lehrer von den Gastgebern das Programmieren mit der Animationssoftware Alice. Die erworbenen Kenntnisse sollen anschließend zu Hause im Wahlpflichtunterricht Informatik der 9. Klassen an die Mitschüler weitergegeben werden.

Neben der Arbeit am Computer stand natürlich auch das Kennenlernen von Land und Leuten auf dem Programm sowie Ausflüge zu Sehenswürdigkeiten der Vulkaninsel. Am vergangenen Samstag kehrten die Reisegruppe mit vielen neuen Eindrücken im Gepäck zurück nach Deutschland.

 

Mit ERASMUS+ nach Mailand

Im Fokus dieses Treffens stand die Entwicklungsumgebung „AppInventor“ von Google. Diese Entwicklungsumgebung ermöglicht es, Apps für Android-Smartphones und Tablets zu entwickeln. Die erste App, die im Rahmen dieses Besuchs entwickelt worden ist, bietet den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, Wörter per Sprache in das Smartphone einszusprechen und diese dann in eine andere Sprache der Partnerländer zu übersetzten. Ziel des Projektes insgesamt ist, dass die Teilnehmer Möglichkeiten der Appentwicklung kennenlernen.

Neben der Arbeit an dem Projekt kam die Völkerverständigung nicht zu kurz. Die Schülerinnen und Schüler waren in Gastfamilien untergebracht, lernten den italienischen Schulalltag kennen und nahmen an Aktivitäten wie Rafting und einem Fussball- und Volleyballtunier teil.

Auch kulturell ist den Teilnehmern einiges geboten worden. Ein Besuch des Planetariums, des Mailänder Doms und des Letzten Abendmahls von Leonardo da Vinci standen auf dem Programm.

 

Lehrkräfte der Leine Schule informieren sich über Inklusion in Finnland

Der Besuch erfolgte in einer Gesamtschule mit den Jahrgängen 1-9 in Oulu.

Die Schule wurde vor zwei Jahren neu gebaut. Viele offene Bereiche laden zum Verweilen und zur Anwendung kooperativer Lernformen ein und sind mit farbenfrohen Sofaecken und gemütlichen Teppichböden gestaltet.

Grundsätzlich werden sämtliche Schuhe und Jacken in dafür vorgesehenen Bereichen abgelegt, so dass alle Schüler/innen und Lehrer/innen das Gebäude in Socken betreten. Dies trägt maßgeblich zur wohnlichen Atmosphäre der Schule bei.

Tafelkreide gehört hier der Vergangenheit an. Vielmehr setzt man hier auf interaktive Whiteboards und digitale Unterrichtsmaterialien. Alle Lehrkräfte erhalten von der Schule einen Laptop zur individuellen Unterrichtsgestaltung und Vorbereitung, auf dem alle Unterrichtsmaterialien und Bücher zur Verfügung gestellt werden. Die Schüler/innen erhalten ebenfalls alle benötigten Schulbücher und Materialien sowie ein Mittagessen kostenlos.

Besonders beeindruckend ist die Bereitstellung von Förderschullehrerressourcen für Schüler/innen mit beginnenden Lernproblemen ohne bereits festgestellten sonderpädagogischen Unterstützungsbedarf in einzelnen Fächern oder Kompetenzbereichen.

Die an dieser finnischen Schule gewonnenen vielfältigen Eindrücke, insbesondere in der Prävention von Lernstörungen und der individuellen Förderung von Schüler/innen mit besonderem Unterstützungsbedarf, werden nun genutzt, um das bestehende schuleigene Inklusionskonzept der Leine-Schule weiterzuentwickeln.